Content Marketing bei crowdmedia: „Wenn Marketeers klare Reichweitenziele haben, braucht es den Push via Display oder Native Ads.“

Content Marketing und Themenverwandte wie „Storytelling“, „Native Advertising“, „Sponsored Stories“, „Paid Posts“ und wie sie alle heißen gehören längst zum festen (Mode-) Vokabular hiesiger Marketeers. Zwar sind die Begriffsdefinitionen bis heute schwammig – meinen sie doch für das Gros des Marktes so ziemlich alles zwischen Above-the-Line, Social und PR. Gerade aber weil Werbungtreibende derzeit viel daran tüfteln, wie sie ihre Botschaft mit journalistischen Inhalten durch das werbliche Grundrauschen hindurch zum Verbraucher bringen, hat die Redaktion Experten gefragt, welche Rolle Content Marketing für ihre Praxis aktuell spielt und künftig spielen wird.

In der sechsteiligen Serie lesen Sie, welche Bedeutung Content Marketing bei Adobe, C3 Creative Code and Content, Crossmedia, crowdmedia, der Hochschule der Medien (HdM) und t3n besitzt. Als fünfter Experte berichtet in dieser Woche Sven-Olaf Peeck, Geschäftsführer, crowdmedia, Hamburg:

„Einige werden Ideenlosigkeit durch massive Werbedollars kompensieren“

Sven-Olaf Peeck, Geschäftsführer, crowdmedia, Hamburg
Sven-Olaf Peeck, Geschäftsführer, crowdmedia, Hamburg

„Content Marketing bietet unseren Kunden die Chance, ihre Geschichten zielgruppen- und kanalspezifisch zu erzählen. Kleine unterhaltende Inhalte haben genauso ihren Platz wie komplexe Sachverhalte, die knackig zusammengefasst oder umfassend beschrieben werden können. Das ist im besten aller Fälle Storytelling entlang der Stakeholder-Entscheidungsprozesse.

Der Fokus liegt bei unseren Kunden oft auf der Stärkung der eigenen Site. Dennoch birgt gerade die Präsenz auf Drittseiten deutliche Reichweitenpotenziale, die sonst nicht zu erschließen wären. Einen positiven Einfluss auf die Reichweite der Owned Media unserer Kunden sehen wir durch die Bank weg – dies funktioniert KPI-seitig vergleichbar mit anderen Traffic-Quellen. Die Frage nach dem Erfolg ist indes schwieriger zu beantworten, wenn es um Faktoren wie Weiterempfehlungsbereitschaft geht. Denn: Eingenommene Dollars sind leichter messbar.

Der effektivste Verbreitungsweg ist der Mix. Pull-Kanäle sind zwar effizienter; sie sind aber durch externe Faktoren wie Suchvolumen limitiert. Wenn Marketeers klare Reichweitenziele haben, braucht es den Push via Display oder Native Ads.

Content Marketing wird in den nächsten Jahren eine größere Rolle spielen, da Unternehmen noch auf den Zug aufspringen. Gleichzeitig wird die Frage nach der Inhalteverbreitung wichtiger werden. Egal ob wir es „Seeding“ oder „Native Advertising“ nennen: In einer Welt mit immer mehr Botschaften wird es darum gehen, sich im Grundrauschen durchsetzen. Der eine wird weiterhin auf die Erstellung cooler und relevanter Inhalte setzen. Der andere wird Ideenlosigkeit durch massive Werbedollars kompensieren. An der bezahlten Reichweite werden aber nur die Wenigsten vorbeikommen.“

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