Future Content Marketing: Drei Ansätze zur Maximierung des Content-Erfolgs

In den vergangenen Wochen haben wir immer wieder einen Blick auf zukünftige Entwicklungen im Content Marketing geworfen. Von Content Shock und Content Blindheit war die Rede, aber auch davon, dass der steigende Konkurrenzdruck und das daraus resultierende Buhlen um die Aufmerksamkeit des Nutzers ein Katalysator für die Evolution des Content Marketings sein kann. Aber wo kann man ansetzen? In welchen Bereichen ist es realistisch mehr zu verlangen, um Content Marketing zukunftsfähig zu machen? Drei Mal „Mehr“ haben wir hier an dieser Stelle zusammengetragen.

Mehr Strategie

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein einzigartiges Haus bauen, das über Jahre hinweg ein Heim für Sie und ihre Familie sein soll. Würden Sie sich ohne Bauplan und professionelle Unterstützung einfach Steine und Mörtel besorgen und drauf los bauen? Natürlich nicht – schließlich ist es nicht zielführend völlig planlos ein so großes Vorhaben anzugehen. Aber genau das passiert leider immer noch viel zu oft, wenn sich Unternehmen dazu entscheiden, Content Marketing zu betreiben. Sie sind sich zwar der großen Chance bewusst, die Content Marketing für sie bietet, allerdings belegt eine Studie von Namics, dass immer noch viele der besagten Unternehmen, die bereits auf Content Marketing setzen, sich bei der Umsetzung ihrer Content-Marketing-Aktivitäten auf das Prinzip Learning-by-Doing verlassen. Eine Content Strategie? Fehlanzeige!

Daraus folgt, dass viele Inhalte produziert werden, die sich zur unüberschaubaren Menge an Informationen im Internet addiert, aber für das Unternehmen nicht hilfreich oder im schlimmsten Fall sogar imageschädigend sein können (Man denke z.B. an den aktuellen Fall des Sanifair-Wunderland-Werbespots).  Um die richtige Zielgruppenansprache zu finden und Themen zu entwickeln, die den Charakter des Unternehmens authentisch transportieren, braucht es im Vorfeld akribische Analysemaßnahmen und strategische Planung. Was sind die Ziele der Kampagne? Wie sieht die Zielgruppe aus und welche Erwartungen hat sie an das Unternehmen? Dies ist nur ein kleiner Auszug an Fragen, die im Vorfeld von einem Strategie-Team beantwortet werden sollten. Zudem stellt das Erarbeiten klarer abteilungsübergreifender Strukturen und Prozesse im Unternehmen den effizienten Umgang mit Content sicher. Eine gut durchdachte Content-Strategie kann Content Marketing in Unternehmen stark für die Zukunft machen.

Mehr Trendgespür

Marketing orientiert sich an den Bedürfnissen, Wünschen und Interessen der Menschen. Diese verändern sich ständig, weshalb es auch im Content Marketing wichtig ist, immer in Bewegung zu bleiben und seine Content Strategie nicht als festgefahrenes Verfahrensmuster, sondern als dynamischen Masterplan zu sehen, der ständig neu evaluiert und weiterentwickelt werden muss. Ein ausgeprägtes Gespür für Gesellschaftsentwicklungen und Trends sind hier erforderlich. Aktuell ist zu beobachten, dass visueller Content in Form von Videos, Infografiken und Galleries ganz klar auf dem Vormarsch sind – eine Entwicklung, die es Unternehmen nicht gerade einfacher macht, denn viele stecken noch in einem Stadium fest, in dem das erfolgreiche Produzieren von Textinhalten gerade erst angelaufen ist.

Der Visual Content Trend pusht wiederum Content-Plattformen wie die Live-Streaming-App Meerkat. Aber auch die alten Bekannten wie Twitter mit Periscope und Facebook mit seinen Livestreams, die bis jetzt nur Promis vorbehalten sind, springen auf den Visual Content Zug auf. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell sich Trends entwickeln können und wie wichtig es ist, immer am Ball zu bleiben. Im besten Fall erspürt man eine solche Entwicklung vor allen anderen und kann sich damit als Trendsetter platzieren, statt als einer der Mitläufer einfach nur nach zu ziehen, „weil das jetzt jeder macht.“

Mehr Einsatz

Während sich Content Marketing immer mehr etabliert und viele Unternehmen inzwischen versuchen mit ihren Inhalten zu glänzen, zeichnen sich auch die daraus entstehenden Folgen für das Content-Management zunehmend klarer ab: Die Menge an im Internet verfügbaren Informationen wird größer und unübersichtlicher – und die Wahrscheinlichkeit, dass die Zielgruppe mit dem eigenen Unternehmens-Content in Kontakt kommt damit immer geringer. Es sei denn, man hilft etwas nach, sowohl in der Produktion als auch in der Distribution der Inhalte. Beispielsweise kann eine besonders intensive Zielgruppenanalyse zu einer viel effizienteren Content-Planung beitragen.

Aus detaillierten Zielgruppeninformationen lassen sich relevante Themen entwickeln, die direkt auf die Interessen der Nutzer abzielen und sie so an verschiedenen Punkten ihrer Customer-Journey abholen. Auf welchen Plattformen und Sozialen Medien sind Kunden aktiv? Welche Formate sprechen Sie besonders an? Mit diesen Fragen können zielgruppenorientierte Trends schnell identifiziert und adaptiert werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass die anhand dieser Informationen mühsam komponierten Inhalte auch garantiert wahrgenommen werden, der setzt zusätzlich zu Owned und Earned Media auf Paid Content Distribution. Gerade smarte Technologien wie etwa skalierbare Native-Advertising-Lösungen versprechen eine größere Reichweite gepaart mit gesteigerter Nutzerakzeptanz. Mit mehr Einsatz in Content-Produktion und Distribution lässt sich so das blinde Zielen in einen Schuss ins Schwarze verwandeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.